Rückblick
Die Anfänge mit dem Einkaufswagen 1998
Es begann an einem wunderschönen 1. Mai 1998, an dem eine Gruppe von ungefähr einem dutzend Schüler im badischen Nussloch loszog, um auf ihre Weise den Tag der Arbeit zu zelebrieren. Die Entscheidung über die Hügel in Richtung Maisbach und Ochsenbach zu ziehen, wie es jedes Jahr Scharen von Einheimischen tun, wurde durch einen schweren Kasten Bier zuerst sehr erschwert. Doch schließlich schaffte die grandiose Idee, sich von einem örtlichen Supermarkt für eine deutsche Mark einen Einkaufswagen auszuleihen, hervorragend Abhilfe. Und so führte die erste unserer Touren die Hügel hinauf, jedoch nicht all zu weit, da der Wagen schließlich nicht ideal für große Entfernungen war. Und auch nachdem alle wieder wohlbehalten zurück nach Nussloch gekommen waren und sogar der Wagen – man staune – wieder seinen Platz am Supermarkt eingenommen hatte, war das Resüme, dass es ein gelungener Tag gewesen war. Und so spross die Idee, diese Tour wieder zu unternehmen.
Der Palettenwagen 1999
Im folgenden Jahr – in Erinnerung an die schöne Tour, aber auch die Mühsal mit dem Einkaufswagen – wurde beschlossen einen eigenen Wagen zu nutzen. Aber nicht etwa einen vorgefertigten Leiterwagen, wie er durchaus verbreitet war – und auch heute noch ist – sondern etwas selbstgebautes. So wurde 1999 schließlich das Jahr des Palettenwagens: eine Bierpalette mit Rollen darunter und auf dem ganzen stand eine Plastikwanne, mit Eis und Getränken darinnen. Der Wagen wurde von Seilen gezogen und sah allgemein noch nicht sonderlich elegant aus, erfüllte jedoch schon damals hinsichtlich der Getränke fast alle Wünsche. Leider war auch dieses Jahr noch von Spontanität geprägt und so ist dieses, wie auch das vorige, im Nirwana der fehlenden medialen Dokumentation verschwunden. Angeblich existiert jedoch irgendwo ein analoges (!) Foto jener Tour und sobald es gefunden ist, wird es hier vorgestellt werden.
Der weiße Wagen 2000-2001
2000 war das große Jahr der Zeitenwende und für viele von uns auch das letzte Schuljahr. Mitten im Abiturfieber und mit der nahenden Freiheit und Unbestimmtheit der Zukunft schien es für den einen oder anderen damals “im Aufbruch” möglich, dass es schon wieder die letzte Tour sein könnte. So wurde die ganze Aktion und der neue, verbesserte Wagen zum erstmal durchgehend medial dokumentiert. Der dabei entstandene Film zeigt auch schön, dass einige Leute zwar noch sichtbar älter geworden sind, aber sich doch am Flair sonst (zum Glück) nicht so viel verändert hat! Das Ende jener Tour fiel etwas ins Wasser, aber die kleinen Unstimmigkeiten waren zum Glück nicht von Dauer. Und so war es auch nicht das letzte Jahr des weißen Wagens.
Auch im folgenden Jahr ging es wieder über die Hügel, diesmal mit verbessertem weißen Wagen. Dieser und der hochsommer-heiße und strahlende Sonnenschein sind aber leider nur noch in unseren Erinnerungen vorhanden, denn 2001 war unserer Chefproduzent nicht mit dabei und so fiel die mediale Dokumentation völlig aus.
Der grüne Wagen 2002-2004
Der Ehrgeiz trieb uns schließlich auch im folgenden Jahr zu weiteren Verbesserungen an und so wurde 2002 das erste Jahr des grünen Wagens. Er hatte nicht nur ein viel professionelleres Chassis, vor allem hatte er eine wichtige Neuerung: Sound on board. Mit einem Autoradio und in den Wagen verbauten Boxen erregten wir immer mehr Aufmerksamkeit auf der alljährlich gleichen Strecke unserer Tour. Eine regendicht verbaute Autobatterie im Wagen sorgte für den nötigen Strom. Zusätzlich wurde der Wagen mittlerweile liebevoll bemalt und optisch dadurch immer ansprechender.
Doch Stillstand ist nichts für uns und so folgten auch 2003 wieder verschiedene Verbesserung am Wagen, so wurden deutlich größere Rollen und eine große Deichsel angebracht, die in Zukunft die Navigation erheblich erleichterten. Zusätzlich wurde ein Grill auf den Wagen aufmontiert, der uns den mobilen Grillspaß ermöglichte. Bei wunderschönem Wetter erreichte auch die mediale Dokumentation mit einer professionell produzierten DVD samt special-effects einen neuen Höhepunkt.
Schließlich kam das Jahr 2004 und nach der Devise: immer besser, immer toller, immer grandioser wurde der Wagen auch in jenem Jahr wieder ausgebaut: hier stechen vor allem die eingebaute Endstufe, ein 3-Wege Boxensystem und eine zusätzliche Autobatterie für noch mehr Strom heraus. Außerdem wurde die Deichsel verlängert, um es 4 Ziehenden gleichzeitig zu ermöglichen, den mittlerweile über 150kg wiegenden Wagen die Anhöhen hinaufzuziehen. Damit wiesen wir auch in jenem Jahr die erstmals aufblühende Konkurrenz von Nachahmern eindeutig in die Schranken. Die mediale Dokumentation behielt ebenfalls ihr hohes Niveau bei. Den größten Coup erfuhren wir jedoch erst am nächsten Tag von aufgeregten Freunden und Bekannten: wir hatten es nicht nur in Lokalblättchen, sondern auch in der verbreiteten Rhein-Neckar-Zeitung mit einem großen Farbbild auf die erste Seite des Regionalteils geschafft. Wow.

Der Blaue Wagen 2005-2007
Im Jahr 2005 machten wir einen großen Quantensprung, der auf diesen Seiten ausführlich dokumentiert ist: Wagen 2005. Die einzige Konkurrenz der vergangenen Jahre, die Pfadfinder-Nussloch Truppe, entwickelte sich ebenfalls stark weiter. Darüber hinaus traten aber sehr viele neue Nachahmer auf, deren Versuche an unser Niveau anzuknüpfen bisher jedoch kläglich scheiterten.
Im Jahr 2006 entwickelten wir das Gesamtkonzept des Wagens noch einmal massiv weiter und das Ergebnis konnte sich mehr, als sehen lassen. Der Wagen war nun deutlich schöner, grösser, potenter und noch technisierter. Oder wie die stagnierende Konkurrenz es ausdrückte: “euch holen wir auch in 10 Jahren nicht ein”. Immerhin wurde die Wagenmania nun Wirklichkeit und viele neue Teams stiegen auf mittlerem Niveau in den Wettbewerb ein.
Im Jahr 2007 konzentrierten wir uns nun wieder primär auf den Sound: Qualität und Quantität. Das Soundsystem wurde komplett überarbeitet und die Resultate konnten sich wirklich hören lassen! Schließlich musste die Route aufgrund der Vorfälle in Ochsenbach 2006 geändert werden, aber in Absprache mit anderen Wagenteams wurde eine gute, zum Teil neue, Route gewählt. Es waren im gesamten Bereich der Tour nocheinmal deutlich mehr Wagenteams auf der Strecke, als 2006.